Lust auf Grün?

Der Frühling ist da und alles wächst und grünt um uns herum! Lust auf ein wenig zivilen Ungehorsam? In unseren Städten und Gemeinden gibt es so viele ungenutzte und brachliegende Flächen. Warum ihnen nicht ein wenig Leben einhauchen und damit auch noch was für unsere Umwelt tun? Zum Beispiel ein wenig Futter für unsere Bienen und Schmetterlinge bereitstellen? Was ihr tun könnt?

Bastelt Saatbomben und verteilt sie bei eurem nächsten Spaziergang, beim Joggen oder auf dem Weg zum Einkaufen. Wie das geht? Ganz einfach. Ihr braucht:

Erde, Samen und Wasser.

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Bei der Erde ist es wichtig, dass sie einen hohen Lehm- oder Tonanteil hat. Nur dadurch lassen sich die „Bomben“ auch formen. Hat Eure Erde einen zu niedrigen Tonanteil zerfallen die Bomben noch bevor ihr sie werfen könnt. Ob eure Erde einen hohen Lehm- oder Tonanteil hat, erkennt Ihr an der Farbe. Je brauner die Erde desto mehr Lehm-oder Tonanteil hat sie. Wenn ihr eher eine dunkle Erde habt, könnt Ihr auch Tonerde, sogenannte Heilerde, aus der Apotheke oder Drogerie kaufen und untermischen.

Am Besten mischt ihr euch im ersten Schritt eine Menge aus frischer normaler Gartenerde und Tonerde (falls Ihr nicht schon lehmhaltige Erde habt).

bild2Als nächstes mischt Ihr eine handvoll Samen unter – im Anteil von circa 1 zu 6 bis 10. Also sehr viel mehr Erde.

Bei den Samen ist es wichtig nur einheimische Pflanzensamen zu wählen. Dies könnten zum Beispiel Klatschmohn, Leinsamen, Ringelblumen, Rittersporn oder Dill sein. Am besten kauft Ihr schon eine fertige Samenmischung mit Pflanzen, die zum Beispiel Bienen oder Schmetterlingen als Nahrungspflanzen dienen können. Beispielsweise die von Alnatura. Dann könnt ihr ziemlich sicher sein keine Samen auszubringen, die eventuell einheimische Arten verdrängen (meine Samen waren Werbemischungen von Edeka).

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Dann alles gut wässern und etwas „vermanschen“.

bild4Im letzten Schritt die Erde zu kleinen Kugeln formen. Wichtig ist, dass eure Bomben nicht so groß werden. Die Kugeln sollten ungefähr so groß wie eine Walnuss sein, sonst haben die Samen Schwierigkeiten zu keimen. Zum Schluss dann nur noch trocknen lassen.

bild5Wenn die Kugeln fertig getrocknet sind könnt Ihr Euch auf die Suche nach geeigneten Plätzen machen, an denen die Samen eurer Meinung nach gut aufgehoben sind. Ich wünsche Euch dabei viel Spaß!

Stück für Stück das Grün zurück!


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