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Remember, remember the eighth of November: Das erste Jahr nach Trumps Wahlsieg

Austritt aus Pariser Klimaschutzabkommen

Anfang Juni hatte Präsident Trump bekannt gegeben, dass die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen würden. Das waren im November vergangenen Jahres in Kraft gesetzt worden. Als Begründung für seine Entscheidung, gab Trump an, dass die Vereinbarung nicht gut für die amerikanische Wirtschaft sei. Er ist nicht damit einverstanden, wie sein Land in dem Vertrag behandelt wird, und wie sich die Maßnahmen auf die Arbeit in den USA auswirken könnten. Auch Trumps Pläne, wieder vermehrt auf Kohleabbau und andere nicht erneuerbare Ressourcen zu setzen, unterstützt sein Vorhaben.  Ob das Ganze in Zukunft wirklich so umgesetzt werden kann, wie Trump es sich vorstellt, ist allerdings fraglich. Seine Entscheidung traf jedenfalls auf massig Kritik, nicht nur von Ländern der EU, sondern auch eigenen Politikern und Unternehmern. Für die Klimaschutzverhandlungen bedeutet es aber trotzdem einen Schritt rückwärts.

Die Idee, aus dem Klimaabkommen auszutreten, hatte Trump aber wahrscheinlich nicht allein, glaubt Andrea. Viele Amerikaner halten die Klimaerwärmung für ein Lügenmärchen – darunter auch einige Politiker: „Trump hat Menschen in seiner Regierung, die nicht an die Klimaerwärmung glauben, und sie beraten ihn in dieser Angelegenheit. Er hat sogar Scott Pruitt die Leitung der Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) zugeteilt, der nicht daran glaubt. Er ist ein ehemaliger Generalbundesanwalt in Oklahoma, der seine Karriere damit aufbaute, die EPA zu verklagen. Ich glaube, Trump hört sehr auf diesen Mann und andere in der Regierung und entschied sich auf deren Anraten dafür, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten. Eine gute Neuigkeit ist allerdings, dass einige Regierungen einzelner Staaten sich dazu entschieden haben, an den Vorgaben im Abkommen festzuhalten – nicht nur, weil sie an den Klimawandel glauben. Sie wissen außerdem, dass es im Sinne des wirtschaftlichen Interesses ihres Staates liegt, in einer Führungsposition zu sein, um unseren Planeten für zukünftige Generationen zu schützen. Es gibt in den USA eine Menge Propaganda dafür, dass der Klimawandel nicht real ist und dass die Daten von Wissenschaftler gefälscht werden. Die sehr religiöse Rechte glaubt zudem, dass Menschen den Planeten nicht ändern oder beeinflussen können – nur Gott kann das.“

Die religiöse Rechte ist keine spezielle Partei, sondern eine politische und gläubige Gesinnung. Sie sind das, was einem in den Sinn kommt, wenn man an diese extrem christlichen Menschen in den USA denkt. Unter ihnen sind vor allem Wähler der Republikaner Partei und Konservative. Sie sind vor allem gegen das, was ihrer Meinung nach gegen Gott, seine Religion und die Bibel geht: Homosexualität, die Ehe für alle, Homosexuelle im Militär, Sex vor der Ehe und die Abtreibung. Sie halten alle, die so denken wie sie selbst für eine große Familie von Christen. Und sie unterstützen vor allem Trump – was irgendwie doch komisch ist, passt der Mann doch nicht recht in ihr moralisches Weltbild. „Sogar mit Beweisen für die Klimaerwärmung direkt vor ihrer Nase, glauben sie es immer noch nicht. Einen Mann in die Führungsposition der Behörde zu stecken, die unsere Wasserressourcen und Luft schützen sollte, der aber selbst nicht an Wissenschaft glaubt, ist gefährlich – nicht nur für unser Land, aber für die ganze Welt.“
Andreas einzige Hoffnung ist, dass Trump 2020 nicht wiedergewählt wird und eine neue Regierung gemeinsam mit anderen Nationen die Effekte des Klimawandels stemmen werden.

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